• Saisonauftakt am: 03.09.2011 in der 3.Liga-Ost

    3. Liga / Regionalliga

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    Am Samstag Abend dem 03.September 2011 um: 20:00 Uhr steigt die Saisoneröffnung für den Wiederaufsteiger in die 3.Liga der SG/DJK Rimpar-Wölfe GmbH vs. HSC 2000 Coburg in der Rimparer Dreifachhalle!
    Zu diesem Ereignis, ein echtes Frankenderby gegen den 2.Bundesligaabsteiger aus Coburg, wird die Halle brechend voll werden! Da ca. nur 1000 Zuschauer in die Halle passen, ein Fanbus von Coburg eingesetzt wird und vorher die A-Jgd. aus Coburg in Rimpar Vorbereitungsspiele absolviert, zudem auch noch von vielen Vereinen aus dem Kreis Würzburg, wo die neue Runde erst 2-3 Wochen später beginnt, Interessenten erwartet werden ist es Ratsam, den Besuch der Halle so früh wie möglich anzutreten, da es echt eng wird, alle Zuschauer unterzubringen.
    Jedenfalls freuen wir uns schon auf die neue Saison, alle Spieler sind diesesmal Verletzungsfrei und hoffen, dass wir die Liga am Ende halten werden!
  • 1. Spieltag DJK Rimpar Wölfe : HSC 2000 Coburg

    Dieses Frankenderby steht unter der Leitung der beiden Schiedsrichter aus Württemberg den Herren Michael D`Alessandro und Frank Kraaz, die schon im ersten Aufstiegsjahr in Rimpar Einsätze hatten.
  • 1. Spieltag DJK Rimpar Wölfe : HSC 2000 Coburg

    Als Zweitligaabsteiger gastiert der HSC beim Wiederaufsteiger und

    Supercupsieger DJK Rimpar Wölfe.


    Rimpar/Coburg – Der HSC 2000 Coburg ist nach acht Jahren, in denen es nur aufwärts ging und drei mageren letzten Jahren mit dem Abstieg in die 3. Liga auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen. Am Samstag um 20.00 Uhr heißt der erste Gegner in der 3. Liga Ost DJK Rimpar Wölfe. Richten soll es jetzt der Bundesliga-Aufstiegstrainer Hrvoje „Cveba“ Horvat. Im Mai fast schon umgesiedelt zurück nach Kroatien („Sogar der LKW war schon bestellt“) ließ er sich kurz vor seinem 65. Geburtstag davon überzeugen, sich nochmals auf die Kommandobrücke des HSC 2000 Coburg in der am kommenden Wochenende beginnenden Saison in der 3. Liga Ost zu stellen. Im Süden hätte er sich zwar besser ausgekannt, denn dort war er jahrelang zu Hause, aber lieber wäre ihm das nicht unbedingt gewesen: „Ich halte alle vier dritten Ligen für gleich stark und sehr ausgeglichen.“ Horvat ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst: „Ich habe eine dezimierte Mannschaft mit nur acht Spielern aus der letzten Saison geerbt. Da kann man nicht erwarten, dass es gleich reibungslos läuft.“


    Ergebnis des noch laufenden Findungsprozesses der Mannschaft war das Ausscheiden im Pokal am vergangenen Wochenende. Kein Wunder, denn mit den Torleuten Rene Selke und Michal Shejbal sowie Matthias Werner, Johnny Rivera, Sebastian Munzert, Christian Rose und dem letztjährigen Torschützenkönig der zweiten Liga Süd, Alexander Auerbach, hat die Mannschaft viel Substanz eingebüsst. Das können auch die drei Neuzugänge Torwart Raimonds Steins (Lettland), Mittelmann Mirza Cehajic (Bosnien) sowie der Serbe Dejan Dobardzijev im linken Rückraum nicht kompensieren. Und von den zahlreichen talentierten Nachwuchsspielern darf man nicht zu schnell Wunderdinge erwarten.


    Ob der serbische Neuzugang allerdings in Rimpar bereits spielberechtigt ist, ist am Mittwoch Abend immer noch offen gewesen. Horvat ist sich aber sicher, dass sein Wunschspieler zum Saisonauftakt auflaufen darf, schränkt allerdings ein: „Er hat zwar voll mittrainiert, aber es fehlt ihm die Spielpraxis, da er in den Vorbereitungsspielen ja nicht mitwirken konnte. Da darf man dann nicht zu viel erwarten, aber durch seine handballerische Klasse kann er der Mannschaft schon weiterhelfen.“ Die Mannschaft wird sich in den ersten Wochen also erst noch weiter finden müssen. Rimpar hat durch einige Neuzugänge, darunter mit Janis Gremzde auch ein lettischer Nationalmannschaftskollege des neuen HSC-TW Steins, aber mit ähnlichen Probleme zu kämpfen. Trotzdem schätzt schätzt Horvat den Wiederaufsteiger gerade zum Auftakt als „unangenehmen Gegner“ ein und weiß: „Wir müssen dort besser spielen als vergangene Woche im Pokal.“


    SR: Thomas Dähne / Stefan Scholz (Post SV Gera)


    HSC 2000 Coburg: Havard Martinsen, Raimonds Steins – Daniel Metz, Kenny Schramm, Ronny Göhl, Johan Andersson, Nicola Franke, Dominic Kelm, Hajck Karapetjan, Sebastian Kirchner, Jan Kästner, Andreas Wolf, Mike Weißbrodt, Mirza Cehajic, Dejan Dobardzijev. - Trainer: Hrvoje Horvat.

    DJK Rimpar: Michael Fleder, Markus Leikauf, Max Brustmann – Janko Skrbic, Janis Gremzde, Stefan Schmitt, Sebastian Kraus, Lukas Schmitt, David Karrer, Matja Krze, David Winheim, Kulian Sauer, Julian Bötsch, Jan Schäffer. – Trainer: Heiko Karrer.


    DIE LAGE IN DER LIGA

    3. Liga Ost – der HSC ist also wieder dort, wo man 2002 zum zunächst zähen Siegeszug ansetzte, der dann 2007 im Zweitligaaufstieg gipfelte. Und wenn man sich die 16 Mannschaften dieser dritten Liga nach Einführung der eingleisigen zweiten Liga betrachtet, wird ein möglicher Weg zurück in das Handball-Unterhaus der stärksten Liga der Welt ein steiniger werden. Neben Coburg gehörten mit der TSG Münster (bisher Frankfurt) und den HC Aschersleben Alligators (treffen zum Auftakt aufeinander) sowie dem EHV Aue und dem Dessau-Roßlauer HV (unter Coburgs Ex-Trainer Georgi Sviridenko) im letzten Jahr fünf Mannschaften noch der 2. Liga an – soviel wie in keiner der anderen drei dritten Ligen. Dessau und Aue sind zudem Zweitliga-„Dinosaurier“ und waren 18 Jahre ununterbrochen dort zu Hause. Da kann ihnen niemand verdenken, dass man schnellstmöglich auch dorthin zurück will.

    Zudem schnupperten die HSG Gensungen-Felsberg (11 Jahre), der SV Anhalt Bernburg (9 Jahre) und der TV Jahn Duderstadt (6 Jahre) ebenfalls lange Jahre Zweitligaluft, ebenso wie ein Jahr der HSC Bad Neustadt. Neben Rimpar heißen die Neulinge HSG Kleenheim und SG LVB Leipzig. Bei den Leipzigern legte der HSC im Jahr 2002 den Grundstein für den Regionalligaaufstieg.

    Ralph Bilek, Coburger Tageblatt vom 02.09.2011
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    HSC 2000 Coburg kann morgen mit Dejan Dobardzijev spielen


    Endlich ist sie da. Die große Erleichterung bei den HSC-Verantwortlichen ist zu spüren. Die Spielberechtigung für HSC-Neuzugang Dejan Dobardzijev ist erteilt worden. Das hat der HSC 2000 Coburg heute mitgeteilt. Der Deutsche Handball-Bund hat grünes Licht für den Wunschspieler von Trainer Cveba Horvart gegeben. Somit wird der 35-jährige Serbe morgen Abend beim Spiel gegen die Wölfe aus Rimpar mit auf der Platte stehen. Die Vereinsverantwortlichen zeigten sich hoch erfreut und erleichert über die erteilte Berechtigung für den Rückraumspieler. Dejan Dobardzijev gilt in Expertenkreisen als „extremer Shooter“ und „verdammt harter Abwehrspieler“.Er sei, so ist zu hören, ein Spieler, der in Bestform jedes Spiel allein entscheiden könne. Zu seinen bisherigen Stationen gehören Vereine wie der norwegische Erstligist Oppsal IF, AS Saad Beirut oder auch Budapest Kecskeméti.

    i.A. Sebastian Straubel

    Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit
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    Handballer starten in die Dritte Liga – Zum Auftakt kommt mit dem HSC Coburg gleich ein Titelaspirant

    Dritte Liga Ost, Männer
    DJK Rimpar Wölfe – HSC 2000 Coburg
    (Samstag, 20 Uhr, Dreifachturnhalle)



    Zurück in einer unbekannten Welt: Rimpar ist also wieder da. Das Handballteam aus der Marktgemeinde hat nach dem Abstieg aus der Regionalliga den sofortigen und souveränen Wiederaufstieg geschafft, aber von den einstigen Weggefährten der Regionalliga ist bis auf Lokalrivalen HSC Bad Neustadt und ESV Lok Pirna nichts übriggeblieben. Nicht mal der Name der Spielklasse: Dritte Liga heißt die jetzt, und dort will die DJK Rimpar ein wenig länger bleiben als nur ein Jahr.

    DJK Rimpar? Das stimmt ja auch nicht mehr ganz: Den Kampfesnamen „Wölfe“ haben sich die Handballer nun zusätzlich zugelegt. Dafür haben sie sich auch aus dem DJK-Verein ausgegliedert und eine GmbH gegründet, damit die finanzielle Unabhängigkeit gewährleistet ist. Immerhin wollen sich die Wölfe in der „Hölle Nord“ (der „Kose“-Name der Sporthalle zu Rimpar bleibt unverändert) ihrer Haut erwehren und der neuen Konkurrenz das Leben so schwer wie möglich machen.



    Heiko Karrer hat ein „gutes Gefühl“, dass das auch klappt. Der Trainer traut seinen Schützlingen schon einiges zu: „Das Wichtigste ist, dass wir alle in jedem Match 100 Prozent geben, dass wir mit Freude Handball spielen. Ich denke, wir haben als Mannschaft das Potenzial, die Liga zu halten.“ Der Klassenerhalt ist ohnehin das Optimum, alles andere wäre nicht nur vermessen, sondern utopisch: „Erstens haben es die Aufsteiger immer schwer, sich in der Liga zu etablieren, zum anderen haben wir es gleich mit fünf Zweitliga-Absteigern zu tun, die teilweise sogar mächtig aufgerüstet haben.“ Da sich auch etablierte Klubs mächtig verstärkt haben, rechnet der 40-jährige Coach mit „neun oder zehn Vereinen, die sich um die Spitze tummeln“. Der Rest – darunter auch sein Team – dürfte zum Ziel haben, nicht unter den letzten drei Teams zu sein. Denn die Plätze 14 bis 16 bedeuten Abstieg.



    „Ich glaube schon, dass wir die Liga halten können, denn die Neuzugänge können uns wirklich helfen, und das bisherige Team hat durch die letzten Jahre Erfahrung und Qualität hinzugewonnen“, glaubt der Coach, der nach wie vor mit Co-Trainer Josef Schömig das sportlich verantwortliche Duo bildet. Schömig, das Rimparer Urgestein, sieht der Saison auch eher freudig entgegen: „Die Vorbereitung lief richtig gut, auch wenn wir im Spiel um den Supercup grottenschlecht waren. Aber ich denke, dass wir ganz gut aufgestellt sind. Die Lücken durch die Abgänge von Phillip Wiehl, Florian Kemmer, Michael Ühlein und Felix Heinrich mussten geschlossen werden, die Verpflichtungen des lettischen Nationalspielers Janis Gremzde, des Slowenen Matjaz Krze, Jan Schäffer (vom HC Erlangen), sowie des zweitligaerfahrenen Holger Lührs könnten sogar die Qualität noch erhöhen.“ Ärgerlich: Holger Lührs hat sich während der Vorbereitung die Achillessehne angerissen und fällt zum Saisonstart aus. Zudem versucht man in Rimpar traditionell, auf den eigenen Nachwuchs zu bauen: „David Winheim, Bastian Krenz und Lukas Schmitt haben an der Vorbereitung teilgenommen und alle drei haben einen guten Eindruck hinterlassen. Möglicherweise kriegen die Jungs schon bald Einsatzzeiten in der Ersten.“

    Darüber würde sich auch Roland Sauer freuen. Der Rimparer Manager, der in den letzten Wochen Schwerstarbeit zu verrichten hatte, um eine ordentliche Drittliga-Mannschaft zu verpflichten, Strukturen im Verein zu ändern, eine neue Halle zu planen und auch noch nebenbei Sponsoren zu finden, hat den Optimismus gepachtet: „Wir wollen uns in der Liga etablieren und – wenn es geht – in den nächsten Jahren auch angreifen.“

    Am Samstag können die Wölfe damit schon mal beginnen: Mit dem HSC 2000 Coburg kommt gleich ein Aufstiegskandidat, der vor einem Jahr noch zwei Klassen höher spielte. Platz zwölf hatte dem Zweitligisten nicht gereicht, der Abstieg freilich soll nur ein Betriebsunfall gewesen sein. Coburg wird von Hrvoje Horvat, immerhin Olympiasieger von 1972, trainiert. Zwar verlor das Team mit Alexander Auerbach (zu HSG Düsseldorf) den Torschützenkönig der letzten Zweitligasaison und Torhüter Rene Selke (zu HC Erlangen), Ex-Nationalspieler Christian Rose (zum OHV Aurich), Sebastian Munzert (Schweiz KTV Altdorf) und Matthias Werner (zum ASV Auerbach) gingen gleichfalls – doch die Neuen in Oberfranken haben auch klangvolle Nahmen. Da ist der 67-fache bosnische Nationalspieler Mirza Cehajic auf der Spielmacherposition (TV Gelnhausen) oder der aktuelle lettische Nationaltorhüter Raimond Steins vom VFL Edewecht, die für Qualität bürgen.

    Aber was sagt Heiko Karrer: „Wir können in diesem Spiel nur gewinnen. Und eines ist sicher: Wir werden alles an Emotion und Kampfkraft aufbieten, um uns und unseren Fans zu zeigen, dass wir in der Dritten Liga angekommen sind.“

    DJK Rimpar Wölfe
    Abgänge: Felix Heinrich (beruflich bedingte Pause), Philipp Wiehl (Auslandssemester USA), Florian Kemmer (TV Hardheim).
    Zugänge: Jan Schäffer (20 Jahre, 1,91 Meter, vom HC Erlangen), Holger Lührs (33, 1,77 Meter, vom SGH St. Ingbert), Matjaz Krze (29, 1,91 Meter, vom SG Bernbach/Köflach), Janis Gremzde (25, 1,89 Meter, vom ASK Riga), David Winheim, Markus Leihkauf, Lukas Schmitt (eigene Jugend).
    Spielerkader Tor: Max Brustmann, Michael Fleder, Markus Leikauf. Außen: David Winheim, Holger Lührs, Julian Sauer, David Karrer. Rückraum: Sebastian Kraus, Stefan Schmitt, Janko Skrbic, Lukas Schmitt, Matjaz Krze, Janis Gremzde. Kreis: Julian Bötsch, Jan Schäffer. Trainer: Heiko Karrer. Co-Trainer: Josef Schömig.

    Q. http://www.rimparerhandballer.de
  • Saisonauftakt und Sensationsauftakt, so könnte der Titel lauten:



    Sensationelle Aufholjagd wird belohnt

    DJK Rimpar Wölfe - HSC 2000 Coburg 24:22 (9:16)



    Etwa 900 Zuschauer waren Zeugen eines nicht alltäglichen Handballspiels, als beim Frankenderby zum Saisonauftakt der dritten Liga Ost, der Aufsteiger aus Rimpar eine bereits verloren geglaubte Partie mit unglaublichem Willen noch drehte und dem Aufstiegsaspiranten aus Coburg einen sicher geglaubten Sieg noch entriss.

    Bei Gänsehautatmosphäre, die beide Fanlager schon vor Anpfiff zauberten, war der Beginn wie von Rimparer Seite befürchtet und von Coburger Seite erhofft. Die Heimsieben agierte mit zu großem Respekt, konnte im Angriff nur selten Druck erzeugen und war in der Defensive meist nur Zuschauer der gekonnten Offensivaktionen die Göhl, Cehajic und Co präsentierten. Zwar konnte die Heimsieben in den ersten zwölf Minuten bis zum 6:8 noch halbwegs dranbleiben, aber im Anschluss schien der Glaube zu schwinden den Riesen aus Oberfranken gefährden zu können und beinahe hilflos wirkte die Karrer Sieben, als sie fast wehrlos den Gast bis zur Pause auf 9:16 davonziehen lassen mussten.

    Karrer muss in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn aus der Kabine kamen nun wirklich Rimparer "Wölfe", die in Unterzahl zwar noch einen 8-Tore Rückstand hinnehmen mussten, aber fortan präsent, wach und gefährlich waren. Angeführt von einem mehr als überragend parierenden Max Brustmann im DJK Tor (13 gehaltene Bälle bei nur 6 Coburger Treffern in der zweiten Halbzeit), gewann zunächst die Rimparer Defensive immer mehr Sicherheit und im Anschluss auch Selbstvertrauen in der Offensive. Tor um Tor reduzierten die Grün-Weissen den Rückstand und konnten unter dem frenetischen Jubel ihrer Anhänger in der 51ten Minute durch Matjaz Krze zum ersten Mal zum 19:19 ausgleichen.

    Die Rückraumkanoniere aus Coburg, welche die Heimsieben in den ersten 30 Minuten noch zur Verzweiflung brachten waren kein Faktor mehr und das Rimparer Kämpferherz übernahm die Initiative. Sebastian Kraus erzielte drei Minuten vor Spielende die erste Rimparer Führung des Spiels und sorgte auch in der Schlußsekunde mit dem letzten Treffer der Partie für den 24:22 Endstand.

    Keine fünf Sekunden nach Abpfiff war vom Helden dieses sensationellen Spielverlaufs, Max Brustmann, nichts mehr zu sehen, er war in einer Traube seiner überglücklichen Mannschaftskameraden verschwunden.



    Statistik:

    Rimpar - Max Brustmann (23 Paraden davon 4 Siebenmeter), Michael Fleder im Tor; David Karrer, Sebastian Kraus 5/1, Stefan Schmitt 3, Janis Gremzde 1, Janko Skrbic 5, Julian Bötsch 4, Jan Schäffer 1, Matjaz Krze 3/1, Julian Sauer 2.

    Coburg: Raimonds Steins und Havard Martinsen im Tor; Daniel Metz, Kenny Schramm, Ronny Göhl 4, Dejan Dobardijev 4, Johann Andersson 4/1, Domenic Kelm 5, Hajck Karpetian, Sebastian Kirchner, Jan Kästner 1, Andreas Wolf, Mike Weißbrodt, Mirza Cehajic 4.

    Zeitstrafen: DJK 3 - HSC 5

    7m: DJK 2 Treffer von 4 Versuchen (Steins hält 2x) - HSC 1 Treffer von 5 Versuchen (Brustmann hält 4x)

    Schiedsrichter: Michael D'Alessandro, Frank Kraaz

    Zuschauer: ca. 900

    Spielfilm: 1:2, 4:5, 6:8, 6:11, 8:12, 8:15, 9:16 (Halbzeit); 9:17, 12:17, 13:19, 19:19, 20:21, 21:21, 23:22, 24:22 (Endstand)



    --js--
  • Rimpars Handballer mit Auftaktsieg


    Rimpar dreht ein verloren geglaubtes Spiel und gewinnt nach acht Toren Rückstand noch 24:22 gegen Coburg

    DJK Rimpar Wölfe – HSC 2000 Coburg 24:22 (9:16)


    Zu Beginn einer Saison sollte man nicht unbedingt Superlative verwenden: Man weiß ja nicht, was noch hinterherkommt. Aber was da am Samstagabend im prall gefüllten Heißluftballon mit Namen Rimparer Sporthalle vonstatten ging, bedarf zumindest des Ausdrucks „magischer Moment“. Irgendwie fielen sich nach dem Schlusspfiff alle Rimparer in die Arme – unten auf dem Spielfeld war Max Brustmann, der Torwart, begraben unter einem Berg zappelnder Handballer, oben auf der Tribüne sprangen sich selbst die älteren Semester gegenseitig an. Fürwahr, ein wenig Angst musste man ob der der körperlichen Freude um die Gesundheit der Sieger schon haben.

    Es war aber auch zu verrückt, was sich auf dem Parkett zuvor abgespielt hatte. Eine Halbzeit lang führte dieses Top-Team aus Coburg locker-flockig den Drittliga-Aufsteiger Rimpar vor, zeigte Handball aus einer anderen Liga und ließ Schlimmes für den zweiten Abschnitt erahnen. Denn die gastgebenden „Wölfchen“ kriegten in den ersten 30 Minuten kein Bein auf den Boden, geschweige denn den Ball zum Laufen.





    Klar, da war ein Coburger Team angetreten, das individuell einfach besser, erfahrener und cleverer war. Angefangen von den beiden Torhütern, dem Norweger Harvard Martinsen und der lettischen Nummer eins, Raimonds Steins, über den Top-Rückraum Dejan Dorbardzijev (35), Mirza Cehajic (32) oder Johan Andersson (28) bis hin zum urgewaltigen Kreisläufer Dominic Kelm (23) – Rimpars Respekt vor diesen Recken war bis unter die Hallendecke spürbar – und am Ergebnis abzulesen.

    Nach zehn Minuten führte der Zweitligaabsteiger, der sich bei 36 Grad Hallentemperatur pudelwohl zu fühlen schien, bereits mit vier Toren Vorsprung. Während die Karrer-Jungs vor Aufregung einfache Bälle wegwarfen, marschierte der Favorit wie ein Uhrwerk – beinahe jeder Wurf fand sein Ziel. Und ein bisschen Demütigung war auch noch dabei. Zwei Kempa-Tricks (hohe Anspiele im Kreis) sollten zeigen: Wölfe, das hier ist doch eine Nummer zu groß für euch. Acht Tore Rückstand nach 25 Minuten, sieben noch fünf Minuten später.

    Halbzeit. Heiko Karrer fand folgende Worte: „Jungs, die haben schon gewonnen. Die haben die Partie abgehakt. Jetzt können wir nur noch gewinnen.“

    Und dann wuchs aus tapsigen Wölfchen ein Rudel hungriger Wölfe: Es hatte immer noch 36 Grad, Rimpar lief heiß – und Coburgs Spieler waren platt. Nicht nur ob der Rimparer Angriffslaune, sondern auch konditionell ziemlich am Ende. Selbst Verletzungspausen halfen nicht: fünf Tore Rückstand durch drei Treffer von Kreisläufer Julian Bötsch – und hinten pariert Max Brustmann. 15:19 Sebastian Kraus, Brustmann hält, 16:9, 17:19 je Janko Skrbric (Brustmann . . .), 18:19 Neuzugang Janis Gremzde – die Halle brannte. 19:19, wieder Gremdze – und Max Brustmann stand felsenfest. Noch zwei Minuten, Coburg stemmte sich nochmal dagegen. Aber da war ja noch Sebastian Kraus, der in der 58. Minute die erste Rimparer Führung herauswarf. Und da war auch noch Max Brustmann, der auch den vierten Siebenmeter (von fünf) parierte. Als Kraus acht Sekunden vor Spielende das 24:22 einwuchtete, war selbst der eher besonnene Trainer Heiko Karrer nicht mehr zu halten: „Das ist eine Mannschaft. So was geht nur mit Teamgeist. Ich bin heute so richtig stolz.“ Und dann war er verschwunden – mitten im Rudel der Rimparer Wölfe.

    Die Statistik zum Spiel

    Rimpar: Brustmann, Felder – Kraus 5/1, Schmitt 3, Skrbic 5, Bötsch 4, Schäffler 1, Krze 3/1, Sauer 2, Gremzde 1, Karrer.
    Coburg: Martinsen, Steins – Metz, Schramm, Göhl 4, Daobadijev 4, Andersson 4/1, Kelm 5, Käster 1, Karupitjan, Wolf, Cehajic 4. Schiedsrichter: D'Alessandro/Kraatz (Württemberg).
    7m: 4/2 – 5/1.
    Zeitstrafen: 3:5.
    Zuschauer: 900.
    Spielfilm: 0:2, 2:3 (4.), 4:5, 4:7, 6:9 (6.), 6:11 (13.), 8:11, 8:16 (26.), 9:16 (30.) – 9:17, 12:17 (35.), 12:18, 13:19 (39.), 19:19 (50.), 21:21, 21:22, 23:22 (58.), 24:22 – Endstand.
  • HSC 2000 Coburg verspielt 17:9-Führung.
















    Unnötigen Fehlstart mit indiskutabler zweiter Halbzeit selbst verschuldet.


    Rimpar/Coburg – „Das war ein komplizierter Kaiserschnitt bis die Spielgenehmigung für Dejan Dobardijev am Freitag kurz vor 13.00 Uhr und damit kurz vor Ende der Schließung der Geschäftsstelle des Bayerischen Handballverbandes vorlag“, äußerte sich HSC Trainer Hrvoje Horvat glücklich, dass er auf den linken Rückraumspieler gegen die DJK Rimpar Wölfe zurückgreifen konnte. „Wir hätten die Sachbearbeiterin trotz des Sommerwetters auch nicht eher in den Englischen Garten gelassen, ehe die Genehmigung vorlag, da hätten wir lieber die Überstunden bezahlt“, schiebt er mit einem Lächeln nach. Die Erleichterung war ihm auch kurz vor dem Spiel noch anzumerken. Das Lächeln sollte im aber nach der Pause völlig vergehen.


    Zwar war es im Spiel selbst das Coburger Kollektiv, das funktionierte. Ganz anders noch als in der vergangenen Woche. „Eine andere Mannschaft“ – so stellte ein Fan zur Pause fest, aber eben nur zur Pause. Was folgte war Entsetzen pur. Denn die HSCler schafften Unglaubliches, verspielten einen 17:9-Vorsprung, obwohl Horvat noch in der Kabine zur Halbzeit gewarnt hatte. Drei vergebene Strafwürfe und zahlreiche Aluminiumtreffer im zweiten Durchgang ließen das Spiel kippen. Und die tropischen Temperaturen in der Halle forderten sichtbar zusätzlichen Tribut, weil die Konzentration beim HSC in Durchgang zwei merklich nach unten ging. So kam eines zum anderen. Nahezu hilflos musste Horvat zwischen der 34. und 60.Minute mit ansehen, wie die Rimparer ihrem Namenszusatz alle Ehre machten, bissig zu Werke gingen und seine „Schäfchen“ rissen. Dabei blieben Metz, Schramm, Wolf und Weißbrodt auf der Bank. 56 Minuten immer vorne gelegen, nach 57 Minuten den ersten Rückstand kassiert – eine äußerst bitte Auftaktniederlage der Coburger.


    DJK Rimpar Wölfe – HSC 2000 Coburg 24:22 (9:16).


    Horvat konnte also seine stärkste Formation aufbieten, die sich unbedingt für das Pokal-Aus, was eine prestigeträchtige Partie in eigener Halle gegen den Erstligaaufsteiger Bergischer HC verhindert hat, rehabilitieren wollte. Die knapp 200 mitgereisten Coburger Fans sorgten schon lange vor dem Spiel fast für eine Heimspielatmosphäre in einer fast 30 Grad warmen, stickigen Halle, in der der erste Auftritt der Coburger nach vier Jahren in der zweiten Liga mit acht Minuten Verspätung begann, was die Coburger Fans mit „Zeitspiel“ bedachten, so dass die Vorstellung der heimischen Mannschaft fast unterging.


    Der HSC spielte von vorne weg, mit schnellen Aktionen und war bis zur 7. Minute meist mit zwei Toren in Front. Sogar in Unterzahl konnte das neu formierte Team seine Treffer erzielen. Gegen die defensiv deckenden Rimparer blieb über den Kreis nicht viel Platz. Trotzdem gelang über Dominik Kelm beim 7:4 (11.) die erste Drei-Tore-Führung. Die hielt trotz erneuter Unterzahl in dieser Phase der von den Fans dafür gefeierte Martinsen fest (9:6 14.). Die HSCler agierten weiter mit viel Übersicht, nahmen dann desöfteren einen Gang raus, was bei den Temperaturen in der Hlle auch bitter nötig war. Aber immer wieder setzten sie spielerische Akzente.


    „Mann, Mann, Mann, Mann war Ronny Göhls Lippen nach 22 Minuten abzulesen, als sich die Coburger schon den zweiten leichten Ballverlust in Folge leisteten. Noch konnten sie sich das erlauben, führten sie doch mit 13:8. Dieser Vorsprung wurde bis zur Pause dann sogar noch ausgebaut. Sehenswert dabei war das 15:8 mit einem doppelten Kempa von Anderson auf Kirchner, den Göhl dann abschloss.


    Zu Beginn der zweiten Halbzeit zogen sich die Unparteiischen den Unmut der HSC-Fans zu, als Sebastian Kirchner von hinten nur mit einem Freiwurf geahndet umgestoßen wurde. Die Wölfe kamen also recht bissig aus der Kabine zurück, verkürzten nach dem 9:17 innerhalb von drei Minuten auf 12:17 und setzten die Coburger damit unter Druck. Die hatten aufgrund des nun harten Zupackens der Wölfe dann ein Überzahlspiel, das über Kelm erfolgreich zum 18:12 (37.) abgeschlossen wurde. Aber Rimpar war nun viel besser im Spiel als noch in der ersten Halbzeit, die Kabinenansprache von deren Trainer Karrer hatte sichtbar seine Wirkung nicht verfehlt. Da halfen auch zwei gehaltene Siebenmeter von Raimonds Steins, der nach 42 Minuten für Havard Martinsen ins Tor kam nichts. Denn seine Vorderleute offenbarten immer mehr Lücken in der Deckung.


    Die Coburger ließen zudem mehr und mehr die Ballsicherheit vermissen, Rimpar kam Tor um Tor näher. Musste der HSC am Ende dem Tempo, den wenigen Wechseln und der hohen Temperatur in der Halle Tribut zollen? Diese Frage ist mit einem eindeutigen „Ja“ zu beantworten. Beim 18:19 (48.) nahm Horvat die überfällige Auszeit. Seine Mannschaft hatte völlig den Faden verloren und scheiterte mit einem Wurf nach dem anderen am Wölfe-TW Max Brustmann. Kurz darauf sah Dobardijev nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte.


    So nahm das Unglaubliche seinen Lauf. Obwohl die HSC-Fans ihr Team nach allen Kräften unterstützten, hatten diese nicht mehr die Kraft dagegenzusteuern. Der Wille war zwar sichtbar, aber man hatte den Wölfen eine Fährte gelegt, von der sie nun nicht mehr abzubringen waren. Beim 19:19 gelang der erste Ausgleich, beim 23:22 die erste Führung. Die Rimparer Sporthalle, in der vor der Pause die heimischen Fans dem Treiben auf dem Spielfeld fast andächtig und ruhig zusahen, war längst zum Hexenkessel geworden, aus dem es für den HSC 2000 Coburg kein Entrinnen mehr gab.



    SR: Michael D’Allesandro / Frank Kraatz (HV Würtemberg)

    HSC 2000 Coburg: Havard Martinsen, Raimonds Steins – Daniel Metz, Kenny Schramm, Ronny Göhl (4), Dejan Dobardijev (4), Johan Andersson (4/1), Dominic Kelm (5), Hajck Karapetjan, Sebastian Kirchner, Jan Kästner (1), Andreas Wolf, Mike Weißbrodt, Mirza Cehajic (4). Siebenmeter: 4/1 – Zeitstrafen: 5; besonders Vorkommnis: rote Karte nach dritter Zeitstrafe gegen Dejan Dobardijev (52.)


    DJK Rimpar: Michael Fleder, Max Brustmann – Sebastian Kraus (5/2), Stefan Schmitt (3), Janko Skrbic (5), Julian Bötsch (4), Jan Schäffler (1), Holger Lührs, David Karrer, Matjaz Krze (3/1), Julian Sauer (2), Janis Gremzde (1). Siebenmeter: 5/3 – Zeitstrafen: 3;

    besonders Vorkommnis: rote Karte gegen TW Radek Musil (32.)



    STIMMEN ZUM SPIEL:


    HSC-Trainer Hrvoje Horvat: „Es war eine wunderschöne erste Halbzeit. Ich habe in der Pause gewarnt, dass wir noch nicht durch sind, dass wir noch 15 Minuten in der Art und Weise der ersten Halbzeit brauchen. Es war ganz klar eine Kopfsache, dass wir diese Partie noch aus der Hand gegeben haben.“


    Wölfe-Trainer Heiko Karrer: „Wir hatten zunächst zu viel Respekt vor der Kulisse und vor dem Gegner. Ich habe zur Halbzeit gesagt –Geht raus, spielt endlich Handball- und das hat meine Mannschaft dann auch gemacht.“


    HSC-Spielführer Ronny Göhl: „Vielleicht waren wir nach dieser ersten Halbzeit einfach zu arrogant, haben gedacht, dass wir die Punkte nun im Vorbeigehen mitnehmen. Wir haben das ganze dann einfach viel zu locker genommen.“


    HSC-Handballgewächs und (verletzter) Wölfe-Spieler Holger Lührs: „Das war eine schlechte erste Halbzeit von uns. Wir hatten zur Pause nichts mehr zu verlieren. Nach dem Wechsel war Coburg dann so schwach wie wir zuvor und das haben wir genutzt.“


    Bericht von RALPH BILEK, Coburger Tageblatt vom 05.09.2011